für die Mittel- & Oberstufe im Kanton Glarus


Hintergrund TIL

 

Life-Skill-Training – Training in Lebenskompetenz – Programme sind gut erforscht; ihre Wirksamkeit in Bezug auf Suchtprävention wurde mehrfach belegt.

 

Gründe für die Anmeldung eines Schülers zu TIL:

  • stört den Unterricht
  • zeigt gegenüber Lehrpersonen respektloses Verhalten
  • kann sich gegen den Gruppendruck nicht wehren, ist ein Mitläufer
  • zeigt aggressives Verhalten auf dem Pausenplatz / im Unterricht
  • hält sich nicht an die Schulhausregeln
  • provoziert und schüchtert seine Mitschüler ein
  • konsumiert illegale Drogen
  • schlechte oder abfallende schulische Leistungen

 

Durch TIL können SchülerInnen in schwierigen Situationen frühzeitig aufgefangen werden. 

Kommunikationskompetenz, Selbstvertrauen, Frustrationstoleranz und Persönlichkeit werden gestärkt; die Lehrperson erhält Unterstützung bei der Integration jener, die laufend Grenzen überschreiten und Anstoss erregen. Schulen erhalten eine griffige Massnahme zur Klärung und Durchsetzung von Grenzen und Regeln. Die Eltern erhalten Unterstützung in ihrer erzieherischen Aufgabe. Zudem wird das Beziehungsnetz Schule – Eltern – Schüler gestärkt.

 

Kosten

850.- / TN (wird von der Schule bezahlt)

Evtl. Antrag an Bartel Kamm Stiftung möglich!     

 

 

Rolle SSA

  • Meldet Schüler an mit Kurszielformulierung (in Absprache mit Klassenlehrperson)
  • Beobachtet Schüler während den 8 TIL-Wochen, gibt Schüler Rückmeldungen bei Verhaltensänderungen
  • Begleitet Schüler nach Kursabschluss weiter

 

Rolle Lehrperson

  •  Meldet Schüler mit Kurszielformulierung an (in Absprache mit SSA)
  • Beobachtet Schüler während TIL, gibt Schüler Rückmeldungen bei Verhaltensänderungen
  • Schlussgespräch LP mit Kursleitung

 

Rolle Eltern

  • Geben ihr Einverständnis zum Kursbesuch
  • Geben dem Kind bei Veränderungen Rückmeldung
  • Elternabend (Mittelstufe: Zusammen mit LP; Oberstufe: Eltern unter sich)
  • Individuelle Schlussgespräche mit Eltern und TN für Mittelstufe

 

Rolle Schule        

Die Schule schafft die Voraussetzungen und Strukturen, die es erleichtert, mit schulischem Störverhalten konstruktiv und für alle Beteiligten förderlich umzugehen.

 



Download
Anmeldeformular_TIL.pdf
Adobe Acrobat Dokument 117.9 KB
Download
TiL- Präventions Broschüre Nr. 41
praeventionNr.41 - TiL = Kein Scheiss me
Adobe Acrobat Dokument 625.3 KB

Inhalt des Trainings

TIL- Training wird in Gruppen (4 bis max. 8 Jugendliche) durchgeführt. Als Methodik steht die Selbst- und Fremdreflexion sowie das Training von Softs Skills im Vordergrund. Die jeweilige (Ober- oder Mittelstufe) Gruppe kann altersmässig sowie geschlechtlich durchmischt sein- das ergibt das optimale Setting, um alle Themen zu bearbeiten.

 

Themen des Trainings können sein:

  • Konflikt / Aggression / Gewalt
  • Kommunikation
  • Verbindlichkeit
  • Respekt
  • Grenzen / Regeln / Gesetze / Ziele
  • Selbst- & Fremdwahrnehmung
  • etc.

 

Die TIL-TrainerInnen sind immer zu zweit (Genderaspekte) und bieten den Teilnehmenden den individuellen Rahmen, um an den aktuellen Themen zu arbeiten. Das Training kann in den Räumlichkeiten von KOMMITMENT Glarus oder in den Räumlichkeiten einer Schule durchgeführt werden.

 

Dauer TIL- Training

Ein Training dauert 8 x 1.5 Stunden, einmal wöchentlich, ideal ist der Mittwoch, ein anderer Nachmittag oder ein ander Tag / Abend kann besprochen werden.

 

Was bringt ein TIL- Training

Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Jugendlichen auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht zu werden. Sie lernen neue und persönliche Strategien und Lösungsmöglichkeiten. Sie bekommen einen direkten Spiegel vorgehalten, um ihr Verhlten selbst zu erkennen und es allenfalls zu revidieren. Sie erkennen ihr Verhalten und lernen eigene Stärken kennen, was zu einem neuen Muster von Verhalten führen kann. 

 

Lehrpersonen, Lehrmeister, Vormundschaft oder Behörden haben eine externe Massnahme zur Verfügung, welche ihnen am Ende einen individuellen Schlussbericht zur Verfügung stellt, an welchem für weitere Grenzübertritte angeknüpft werden kann. Der Schlussbericht kann als Vereinbahrung von weiterem Verhalten genutzt werden und soll die Jugendlichen motivieren, weiter an sich zu arbeiten. 

 

TIL-Training ist in erster Linie immer noch eine präventive Massnahme und ist ideal für Jugendliche, welche erst am Anfang der Grenzübertretungen stehen. Je später sie angemeldet werden, desto fester sind gewisse Muster und Rollen verankert und entsprechend schwieriger zu verändern. Früherkennung und Prävention zahlt sich immer aus!  

 

Wollen Sie mehr über das TIL- Training erfahren, dann melden Sie sich um weitere Details zu besprechen.